Cityguide: Innsbruck – Urlaubstipps & Sightseeing

Die erste Station unserer #Sixtrallye war Innsbruck. Nach einer kurzen Nacht im Best Western Leipziger Hof ging es morgens schnell weiter nach Lugano. Die Teams hätten aber auch gut und gerne für einen Tag in der Stadt bleiben können, Innsbruck bietet nämlich eine Menge zu sehen und zu entdecken. Und das nicht nur während des Winters, wenn in den umliegenden Bergen Skifahren&Co angesagt sind. Innsbruck ist eine alte Stadt. Das “Innsbrucker Becken”, also die Region, ist schon seit über 3.000 Jahren durchgehend besiedelt. Das Inntal war seit der Römerzeit ein wichtiger Handelsweg. Das hat die Stadt mit ihrer historischen Brücke über den Inn reich gemacht, das “goldene Dachl” zeugt noch heute von dieser Zeit. Unter habsburgischer Herrschaft wurde sie dann auch noch politisches und künstlerisches Zentrum des Reiches. Das hat die Stadt geprägt und macht sie bis heute zu einem spannenden Urlaubsziel.

___________________

Old town in Innsbruck Austria

___________________

Wer Innsbruck besucht, der wird erst einmal das grandiose Alpenpanorama um die Stadt genießen. Die Lage ist es dann auch, zusammen mit der historischen Kulisse der Altstadt und dem (Winter-) Sportangebot, die jedes Jahr Touristen aus aller Welt nach Innsbruck zieht. Goldenes Dachl, das Helbinghaus, der Dom St. Jakob und die Hofburg, sie alle zeugen von der reichen Vergangenheit der Stadt und sind beliebte und schöne Sightseeing-Ziele. Aber Innsbruck besteht nicht nur aus historischen Bauten und Gässchen, hübsch gemacht für die Besucher, die die Haupteinnahmequelle der Stadt sind. Innsbruck kann mehr.

___________________

Altstadt

___________________

Innsbruck, Austria

___________________

Treibhaus & Audioversum

___________________

Wer im kommenden Februar in die Stadt kommt, kann sich gleich mal ein Ticket für die Art Innsbruck leisten. Auf der Kunstmesse stellen Galerien und Kunsthändler aus zehn Ländern zeitgenössische Kunst aus – lohnt sich in jedem Fall. Ein Must ist das Treibhaus in der Angerzellgasse 8. Hier wird eigentlich alles geboten: Typisch österreichisch ein Café, interessante Architektur, gutes Essen, Kleinkunst, Jazz, Konzerte von Hiphop über Reggae bis nicht definierbar und Theater im Turm. Dort kann man eigentlich den ganzen Tag verbringen und es wird nie langweilig. Toll ist auch das Audioversum in der Wilhelm-Greil-Straße, gleich beim Hauptbahnhof. Ein interaktives Museum rund um’s Hören, das auch optisch ein Knüller ist (die leuchtenden Stäbe!). Sonderausstellungen (zuletzt “Sounds of Space”) und Workshops, zum Beispiel für DJs, machen das Museum zu einem Place-to-be für jeden Besucher. Definitiv gönnen sollte man sich, selbst wenn man das klassische Touriprogramm scheut, eine Fahrt mit der Nordkettenbahn auf den Hafelekar. Der Ausblick ist den Weg in den Stadtteil Hungerburg (der ausgesprochen hübsch ist) auf jeden Fall wert.Wer mehr über die kleinen und versteckten Sehenswürdigkeiten erfahren will, fragt am besten die Locals, zum Beispiel eben im Treibhaus.

___________________

Innsbrucker Küche

___________________

Die Innsbrucker Küche steht in der Tiroler Tradition – und ist damit verdammt gut, auch wenn man nur in das billige Wirtshaus um die Ecke geht. Kartoffelnudeln, Gröstl, Marend und dazu ein Tiroler Bier: Die Innsbrucker wissen schon wies geht. Wer keine Lust hat auf Hausmannskost (oder eine modifizierte Version derselben probieren will), der wird natürlich auch fündig: Innsbruck ist voller Haubenlokale (die “Haube” ist das österreichische Äquivalent zum Michelinstern). Ganz vorne an steht natürlich das Schindler; Hier werden regionale Zutaten verarbeitet und traditionelle Rezepte neu interpretiert. So ein getuntes Wiener Schnitzel ist einfach gut – und im Schindler auch noch erschwinglich. Einen edlen Obstbrand hinterher und die Welt ist schön. Natürlich gibt es auch Küchen aus aller Herren Länder: Die Sensei Sushi Bar zum Beispiel ist auch Gault Millau-prämiert und bietet handgemachtes, echtes Sushi à la carte. Und mittags gibt’s Bento, die japanische Brotzeitbox.

___________________

Nachtleben

___________________

Und was macht man nach dem Essen? Man geht aus. Und das geht in Innsbruck gut. Mit der Kneipendichte verrät sich die Studentenstadt: An den “Bögen” (Ingenieur-Etzel-Straße) zum Beispiel reiht sich Bar an Bar, und es gibt alles: Von der Kneipe für den nerdigen Whiskeytrinker mit Fedora bis zum reinen Partyschuppen kann man hier aussuchen, was gefällt. Oder einfach durchprobieren. Auf jeden Fall sollte man einen Abstecher ins Cafè Moustache machen. Klingt zwar nach Hipster, aber das muss ja nicht immer schlecht sein. Außerdem kann man seine Bromance mit Appletinis befeuern.

___________________

Die Rooftopbar im 12. Stock des aDLERS Hotel mit Blick über Innsbruck und auf die Skischanze ist ein echter Ausgehtipp.

___________________

innsbruck-cityguide-1

___________________

Innsbruck ist also nicht nur eine guterhaltene, kitschig schöne Stadt in einer Schneekugel, sondern sie lebt, entwickelt sich, und muss auch den Vergleich mit den Großen Europas nicht scheuen.

___________________

innsbruck-cityguide